Presseinfo
Liebe Besucherin, lieber Besucher,
liebe Vertreterin, lieber Vertreter der Printmedien, der elektronischen Medien und des Internets,
Willkommen auf den Webseiten von Eltern für Kinder e.V.. Sie finden hier Informationen über das Tätigkeitsspektrum von Eltern für Kinder e.V. und Sie sind herzlich eingeladen, darauf zuzugreifen.
Aufgrund zunehmender Medienanfragen und vermehrten Medienberichte über internationale Adoptionen möchte Eltern für Kinder e.V. an dieser Stelle seinen Grundsatz, Beistand des Kindes zu sein, nochmals betonen:
Der Schutz und die Würde des Kindes stehen an erster Stelle.
Eltern für Kinder e.V. achtet die Privatsphäre aller an der Adoption beteiligten, vor allem auch der Kinder. Insbesondere die Zusammenführung von Eltern und Adoptivkindern ist ein sehr intimer, dabei aber auch sehr kritischer Moment, der ohne jegliche Störungen ablaufen muss. Der störungsfreie Ablauf dieses ersten Moments in der neuen Familie ist von entscheidender Bedeutung für das weitere Gelingen der Adoption.
Eltern für Kinder e.V. unterstützt die Begleitung einer internationalen Adoption durch ein Kamerateam daher grundsätzlich nicht. Entsprechende Presseanfragen werden von Eltern für Kinder e.V. nicht an wartende Eltern weiter geleitet.
Verantwortungsvolle journalistische Arbeit zum Thema Adoption möchte Eltern für Kinder e.V. gern unterstützen. Diese Arbeit kommt aber auch ohne die Zurschaustellung des Kindes im wichtigsten und zugleich schwierigsten Moment seines jungen Lebens aus.
Werdende Adoptiveltern können in der Findungsphase, im Bewerberverfahren und später während der Wartezeit auf die Adoption journalistisch begleitet werden, wenn die Beteiligten damit einverstanden sind. Aber die Reise ins Herkunftsland des Kindes, die Abholung und die Zusammenführung müssen ohne Störungen verlaufen. Wenn Eltern selbst in dieser Phase fotografieren und dieses Material später in geeigneter Form zur Verfügung stellen, kann dies ein Weg sein, Bildmaterial über eine Adoption zu erhalten.
Wenn Sie verantwortungsvoll über das Thema internationale Adoption berichten wollen, werden Sie sicherlich auch den Standpunkt von Eltern für Kinder e.V. verstehen und eine entsprechende Vereinbarung mittragen. In diesem Fall können Sie sich gern an Eltern für Kinder e.V. wenden, um die weiteren Schritte zu besprechen.
Ihr Vorstand von Eltern für Kinder e.V.
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Eltern für Kinder e.V. trägt zudem die Gemeinsame Erklärung der Arbeitsgemeinschaft aller deutschen Adoptionsvermittlungsstellen in freier Trägerschaft, verfasst im Juni 2007:
Adoptionsberatung braucht Vertrauen und Diskretion
Das Gelingen einer Adoption hängt in hohem Maße von der Qualität der Adoptionsberatung ab. Eine gute Adoptionsberatung kann nur in einem vertrauensvollen, geschützten Klima stattfinden. Diskretion ist Sache nicht allein der Vermittlungsstelle.
Wenn Teile der Beratungsgespräche im Internet oder anderweitig öffentlich diskutiert und kritisiert werden, wird Vertrauen zerstört. Die beratende Person kann sich, wenn sie überhaupt von den Vorgängen erfährt, gegen Vorwürfe nicht wehren. Selber in die Offensive zu gehen und Verzerrungen klarzustellen, ist ihr gesetzlich verboten.
Auch Adoptivkinder haben Anrecht auf Schutz ihrer Privatsphäre
Leider stößt man im Internet, aber auch in anderen Medien, immer häufiger auf Berichte von Adoptiveltern, die detailliert über die Geschichte ihres Kindes Auskunft geben, und dabei nicht zögern, auch Probleme, Auffälligkeiten, ja schwere Störungen des Kindes der Öffentlichkeit preiszugeben. Das verstößt massiv gegen das Recht das Kindes auf Schutz seiner Privatsphäre.
Adoptivkinder, die eine schwierige Vorgeschichte haben und oft erst nach Irrwegen einen erträglichen Lebensweg finden, haben ein ganz besonderes Anrecht auf Schutz ihrer Persönlichkeit. Es wird sie zutiefst kränken und verstören, wenn sie voraussetzen müssen, dass 'die halbe Welt' über ihre Schwierigkeiten informiert ist oder sie sogar von fremden Personen auf ihre Probleme angesprochen werden.
Jürgen Stapelmann, Eltern für Kinder e.V.
Dr. Bernd Wacker, terre des hommes